
Lebensdauer von Betonbauwerken positiv beeinflussen
Heute schon etwas für morgen tun. Tiefenhydrophobierung kann die Lebensdauer von Neubauten, aber auch von bestehenden Bauwerken erhöhen. Somit reduzieren sich die Kosten für ein Betonbauwerk, bezogen auf den Lebenszyklus, wesentlich. Das ist nachhaltig.
Langzeituntersuchungen bestätigen Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit
StoCryl HG 200 schützt Stahlbeton dauerhaft und wirksam vor dem Eindringen von Wasser und wasserlöslichen Schadstoffen. Damit verhindert es Schäden durch Frost, Chlorideintrag und chloridinduzierte Stahlkorrosion. Die Nutzungsdauer des Bauwerkes wird deutlich verlängert.
Sowohl Forschungsergebnisse als auch erfolgreiche Praxiserfahrungen aus den letzten 15 Jahren beweisen: Die Tiefenhydrophobierung von zementgebundenen Bauteilen ist eine leistungsfähige und nachhaltige Schutzmassnahme gegen den Eintrag von betonaggressiven Stoffen.

Schutz vor Wasser
Verhindert das Eindringen von Wasser und in Wasser gelösten Schadstoffen
Langzeitwirkung
Sehr hohe Eindringtiefe
Wirkungsgrad
Sehr hohe hydrophobierende Wirkung in der gesamten Betonrandzone
Feuchteschutz
Reguliert den Feuchtehaushalt
Wirkstoff
Sehr hoher Wirkstoffgehalt
Eindringdauer
Sehr lange Kontaktzeit

Das Hydrophobierungsgel bildet eine mehrere Millimeter dicke Schutzschicht unter der Betonoberfläche. Anders als eine herkömmliche hydrophobierende Imprägnierung blockiert StoCryl HG 200 das kapillare Saugvermögen der porösen Betonrandzone vollständig. Ermöglicht wird dies durch die hohe Eindringtiefe des Wirkstoffs von circa sechs Millimetern. Die Betonrandzone bleibt wasserdampfdurchlässig.

Das Hydrophobierungsgel basiert auf langkettigen Silanen und dem Trägermaterial Bentonit. Dieses nichtnewtonsche Fluid gestattet das Auftragen grosser Materialmengen in einem Arbeitsgang. Somit ist ein grosses Wirkstoffdepot auf der Bauteiloberfläche verfügbar. Die Grenzflächenspannung zwischen Silan und mit Wasser besetzter Porenwand transportiert den Wirkstoff aktiv in die Betonrandzone. Die Oberflächenspannung der langkettigen Silane verändert sich nur sehr langsam. Damit ermöglicht sie eine lange Eindringdauer und eine hohe Eindringtiefe.

Während das Gel in die Betonrandzone eindringt, reagieren die Silane mit dem an den Porenwänden kondensierten Wasser. In einem weiteren Reaktionsschritt vernetzen sich die entstandenen Silanole untereinander und mit dem Zementstein zu Polysiloxanen. Dabei bildet sich eine hydrophobe, chemisch untrennbar mit dem Zementstein verbundene Schicht, die das kapillare Saugen verhindert.
Die Tiefenhydrophobierung StoCryl HG 200 ist Bestandteil des Systems StoConcrete Protect Hydrophobic.

Systembestandteil StoCryl HG 200
| Systemprodukte | Produktbeschreibung | Eindringtiefe gemäss EN1504-2 |
|---|---|---|
| StoCryl HG 200 | Tiefenhydrophobierung (Gel) | Klasse II |
| StoCryl HC 100 | Hydrophobierungscreme | Klasse II |
| StoCryl HP 200 | Hydrophobierende Imprägnierung | Klasse II |
| StoCryl GW 100 | Hydrophobierende Imprägnierung und Grundierung, lösemittelfrei | Klasse I |
Ein Feldversuch im Wirkungskreis der Autobahndirektion Bayern Süd bestätigt: Die Tiefenhydrophobierung StoCryl HG 200 bietet dauerhaften hoch wirksamen Betonschutz. Hierfür wurden besonders exponierte Bauteile von acht Bestandsbrücken tiefenhydrophobiert. Über 15 Jahre liefern Untersuchungen zu:
∙ Wirkstoffprofil der Tiefenhydrophobierung
∙ Chlorideintrag
∙ Carbonatisierungsgeschwindigkeit
Ihre Ergebnisse zeigen: Die Chlorideindringtiefe ist nahezu unverändert. Die Carbonatisierungsgeschwindigkeit wurde verlangsamt. Die Wasseraufnahme ist weiterhin unterbunden.
Fazit:
Die Tiefenhydrophobierung ist nach 15 Jahren unverändert wirksam und unterbindet die Chloridaufnahme in den Beton. Die Chloridfront erreicht nicht den Bewehrungsstahl. Zudem verlangsamt die Tiefenhydrophobierung die Carbonatisierungsgeschwindigkeit. Voraussetzung für ihre Wirksamkeit ist eine ausreichend hohe Eindringtiefe. Damit erweist sich die Tiefenhydrophobierung als nachhaltige Massnahme zur Verlängerung der instandsetzungsfreien Nutzungsdauer von Betonbauwerken. Umfangreiche Untersuchungen an schwedischen Bauwerken bescheinigen der Tiefenhydrophobierung sogar eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren.