
Sie war im Jahr 1999 unser erstes bionisches Produkt und gilt heute weltweit als Vorzeigebeispiel für die Übertragung eines natürlichen Wirkprinzips auf die Technologie: die Fassadenfarbe Lotusan®. Ihre Oberfläche wurde nach dem Vorbild der Lotuspflanze entwickelt. Sie ist mit unzähligen winzigen Noppen übersät, an denen Wasser abläuft. So löst sie eine der wichtigsten Aufgaben von Fassaden: das Wassermanagement. Tau, Regen und Nebel bleiben nicht haften, sondern perlen einfach ab – mit ihnen feine Schmutzpartikel. Algen und Pilze haben keine Nahrungsgrundlage, die Fassade bleibt schön.
Lange saubere Fassaden
Die bewährte Fassadenfarbe mit Lotus-Effect® Technology für lange saubere Fassaden
Besonders nachhaltiger Schutz
Natürlicher Schutz vor Algen- und Pilzbefall – ohne bioziden Filmschutz
Feuchteregulierend
Die Fähigkeit zur Selbstreinigung sorgt für einen aktiven, feuchteregulativen Wetterschutz
X-black Technology
Optional mit Hitzeschild gegen solare Aufheizung (X-black Technology)
Gestaltungsfreiheit
Konstruktiver Wetterschutz nicht entscheidend, dadurch grössere Gestaltungsfreiräume
Auch als Putz erhältlich
StoLotusan® – Oberputz mit Lotus-Effect® Technology erhältlich

Die Oberfläche der Fassadenfarbe ist mit unzähligen winzigen Noppen übersät, an denen Wasser einfach abperlt. Dank einer ausgeklügelten Füllstoffarchitektur ist ihre Mikrostruktur der Oberfläche des Lotusblatts nachempfunden. So löst sie eine der wichtigsten Aufgaben von Fassaden: das Wassermanagement. Tau, Regen und Nebel bleiben nicht haften, Algen und Pilze haben keine Nahrungsgrundlage und die Fassade bleibt schön.

Herr Professor Barthlott, wie haben Sie den Lotus-Effekt entdeckt?
Das war in den 70er-Jahren, ich war ein junger Doktorand der Biologie und Forschungsassistent an der Universität Heidelberg. Gerade waren die ersten Rasterelektronenmikroskope auf den Markt gekommen. Das fand ich toll, denn damit konnte ich Feinstrukturen von Pflanzen erkennen und systematisieren. Man sieht damit zum Beispiel, dass Kakteen mit Nelken verwandt sind.
Ich holte also Blätter aus den Gewächshäusern. Für tolle elektromikroskopische Aufnahmen müssen die sauber sein – ohne Dreck, Staub oder Krusten von Giesswasserrückständen. Und da fiel mir auf: Manche Blätter musste ich nicht reinigen, andere schon. Dabei standen sie im gleichen Gewächshaus, nebeneinander.

Der Grund war ihre selbstreinigende Mikrostruktur. Für diese Entdeckung haben Sie viele Preise bekommen. Wieso hat das so eingeschlagen?
Weil es völlig unerwartet kam. Kein Wissenschaftler kannte den Lotus-Effekt vorher, weder die Biologen noch die Physiker, die nur eine Theorie, aber keine reale Oberfläche oder gar ein Produkt hatten. Er hat ein unglaubliches wirtschaftliches Potenzial, denn er ist effektiv und liess sich technisch relativ einfach nachbilden. Und er ist umweltrelevant. Heute ersetzt er viele Gifte, weil Oberflächen in verschiedensten Industriebereichen der Lotuspflanze nachempfunden wurden.
Die Fassadenfarbe Lotusan® ist das wohl bekannteste Beispiel dafür. Sind Sie stolz auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sto?
Natürlich bin ich immer noch besonders stolz auf die Entdeckung und Entwicklung von Lotusan®. Aber besonders freue ich mich, dass Sto das Prinzip der Bionik aufgegriffen hat, in der Natur nach Lösungen zu suchen. So sind zum Beispiel Eisbärfelle bei Sto zum Vorbild für aktive Wärmedämmung geworden und der Panzer des Nebeltrinkerkäfers für eine weitere bionische Fassadenfarbe.
Erfahren Sie im ausführlichen Interview, wie andere Wissenschaftler Barthlotts Entdeckung ablehnten – und welche Rolle der Fernsehjournalist Ranga Yogeshwar für Lotusan® spielte.
Fassadenfarben der Generation iQ – Intelligent Technology haben besondere Eigenschaften: Ihre Oberflächen schützen sich selbst vor Regen, Verschmutzung, Ausbleichen, Aufheizen und mehr. Und all dies ohne bioziden Filmschutz. Für diese umweltfreundlichen Innovationen sorgen mehr als 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Sto. Ganze drei Prozent unseres Umsatzes fliessen in diesen Bereich.
